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04.11.2015 Panel-IPCs erleichtern Produktionsablauf von Kontaktstiften und Probe Cards

Panel-IPCs erleichtern Produktionsablauf von Kontaktstiften und Probe Cards

Leiterplatten, Kabelbäume und viele andere elektronische Komponenten werden vor dem Einbau ausführlich auf ihre einwandfreie Funktion getestet. Üblicherweise erfolgen diese Tests mit Federkontaktstiften. Für die Kontaktierung von Halbleitern werden hingegen Prüfkarten verwendet, die einen optimalen Betrieb nachweisen sollen.

Feinmetall, ein inhabergeführtes Unternehmen aus Herrenberg, hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Prüfmitteln seiner Kunden spezialisiert. Rund 400 Mitarbeiter arbeiten an sieben Standorten in Europa, Asien und Amerika, von wo aus sie den internationalen Markt für Kontaktier-ungslösungen betreuen. Nach der Einführung einer neuen ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning) im letzten Jahr, sollte der komplette betriebliche Wertschöpfungsprozess sowie alle unternehmerischen und produktionstechnischen Abläufe optimiert werden. Um Produktionsdaten, wie Bearbeitungs-, Stillstands-, Wartezeiten oder Störungen online und direkt am Arbeitsplatz zu erfassen, hat man sich für ein BDE-Terminal entschieden. Es ist platzsparend, einfach bedienbar und funktioniert auch ohne Maus und Tastatur. Im Zeitalter von „Industrie 4.0“ ist eine präzise, zeitnahe Eingabe aller Betriebsdaten unumgänglich. Nur so lassen sich Störungen rasch erkennen, Kapazitäten optimal planen und Ursachen schnell beheben. Für die perfekte Synergie mit der geeigneten Hardware suchte Feinmetall einen passenden Partner. Nach einer umfangreichen Marktrecherche fiel die Wahl schließlich auf BEG Bürkle, einem IPC-Spezialisten für 19“-Rechner, Box-IPC‘s in unterschiedlichsten Größen und Leistungsklassen sowie kundenspezifische Rechner.

Panel-IPCs - eine clevere Wahl

„Unsere Wahl fiel auf BEG Bürkle, einem Familienunternehmen am selben Standort. Vor allem die kundenspezifischen Lösungen, als auch Qualitätsbewusstsein, Zuverlässigkeit und technisches Know-how haben uns überzeugt“, weiß der ERP-Verantwortliche Matthias Roth. Schnell war klar, dass jedoch kein klassischer Industrierechner benötigt wird, sondern ein Panel-IPC. Die Vorteile gegenüber einem normalen IPC sind unter anderem eine einfach zu bedienende Touchoberfläche, die auch mit Handschuhen zuverlässig funktioniert. Außerdem lassen sich Panel-IPCs problemlos an Montageautomaten befestigen, auf jedem Tisch platzieren sowie via Schwenkarm oder Stand-fuß bedienen. Schließlich beauftragte Feinmetall BEG Bürkle mit der Planung und Fertigung spezifischer Geräte, in denen nicht nur hochwertige Technik und zuverlässige Komponenten stecken. Wichtig war vor allem eine hohe Resistenz gegenüber Staub, Öl und Vibrationen, als auch ein dauerhafter 24/7-Betrieb in Umgebungstemperaturen von 0°C bis max. 45° C. Nach einem ausführlichen Austausch zwischen den verantwortlichen Mitarbeitern wurde ein Pflichtenheft mit allen Anforderungen erstellt, anschließend freigegeben und letztlich die lüfterlosen Panel-IPCs gebaut. Das eigens entwickelte Gehäuse besteht aus verzinktem Stahlblech und punktet durch sein puristisches Design.

High-Tech und langzeitverfügbare Komponenten

Basierend auf der Intel Atom-Plattform läuft das Gerät mit einem stromsparenden Intel© Atom N2800 Prozessor (2 Kerne, 1 M Cache, 1,86 GHz, TDP 6,5 W) und verfügt über die Intel©-mSATA SSD 530 MLC mit 80 GB. Zur Ausstattung gehören neben 2 USB 2.0-Anschlüssen auch WLAN über mPCIe-Modul Intel© N 7260. Weitere Schnittstellen sind DVI-D (Digital Virual Interface) zum Anschluss eines TFT-Monitors, 2 GLAN-Anschlüsse und 1 x RS232. Praktisch ist auch, dass das eingesetzte Betriebssystem Windows Standard 7 Entry je nach Kundenwunsch maßgeschneidert angepasst werden kann.

Der Panel-IPC basiert auf einem lüfterlosen, passiven Kühlkonzept, ist wartungsfrei und sorgt für einen besonders leisen Betrieb. Bei der sorgfältigen Auswahl der Komponenten lag das Augenmerk in erster Linie auf einer hohen Langzeitverfügbarkeit. Da bei BEG Bürkle generell alle Komponenten vor der Fertigung mehreren Qualitätstests unterzogen werden, folgten ausführliche Kompatibilitätstests, ein Qualifizierungstest und ein 24 h Burn-in-Test bei maximal zulässiger Systemtemperatur. Insgesamt misst der Panel-IPC 275 mm B x 200 mm H x 60 mm Tiefe, mit einem 12,1“ TFT-Display eines renommierten taiwanesischen Herstellers für industrielle, langzeitverfügbare Dis-plays. Es hat ein Bildformat von 4:3 mit einer Auflösung XGA (1024 x 768) und wird via LED-Backlight hinterleuchtet, bei einer Helligkeit von 400 cd pro m2 und einem Kontrast von 600:1. Um den permanenten Einsatz in robusten Umgebungen, wie etwa der firmeneigenen Dreherei, Schleiferei und Labor zu leisten, muss der Panel-IPC nicht nur den üblichen Qualitätsstandards genügen. In diesem Fall unterliegt er sogar zwei verschiedenen IP-Schutzarten. Frontseitig ist dies IP 65, was gegen Eindringen von Staub und Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt ist. Rückseitig ist es laut IP 20 gegen Fremdkörper, wie Staub und Sand abgesichert. Feinmetall plant nach eigenen Angaben bald weitere Panel-IPCs von BEG Bürkle im tschechischen Werk einzusetzen, damit man auch hier Produktionsdaten, wie Bearbeitungs-, Stillstands-, Wartezeiten oder Störungen online und direkt am Arbeitsplatz erfassen kann.

 

Über BEG Bürkle GmbH & Co. KG:

BEG Bürkle GmbH & Co. KG bietet als IPC-Spezialist kundenspezifische 19“-Rechner, Box-IPCs und Mini-IPCs in unterschiedlichsten Größen und Leistungsklassen an. Das Unternehmen wurde 1983 in Herrenberg gegründet und beschäftigt über 30 Mitarbeiter. Aktuell umfasst das Produktportfolio fünf unterschiedliche IPC-Linien, vom Standardrechner bis hin zur komplexen Sonderlösung im Highend-Segment.

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